Was sind Nosoden?

Nosoden – homöopathische Mittel mit jahrhundertelanger Tradition

Die Nosoden zählen zu den homöopathischen Arzneimitteln und werden dem Patienten als flüssige Verdünnung (Dilution) oder, noch häufiger, als Streukügelchen (Globuli) verabreicht. Nosoden werden aus Ausscheidungen, Erregern oder Organen gewonnen. Aus körpereigenem Material hergestellte Nosoden nennt man Autonosoden (griechisch auto „selbst“). Wenn wir zum Beispiel aus ihrer Plazenta ein homöopathisches Arzneimittel gewinnen, dann sprechen wir von Plazentanosoden, und diese werden den sogenannten Autonosoden zugerechnet.

Für die Herstellung wird das Ausgangsgewebe zunächst sterilisiert und dann nach den Vorschriften des Homöopathischen Arzneibuches (HAB) potenziert, d.h. schrittweise verdünnt. Dabei wird die Information verstärkt, obwohl vom Ausgangsmaterial immer weniger vorhanden ist – das ist eines der Prinzipien der Homöopathie. Die unterschiedlich stark konzentrierten Lösungen (Potenzen) werden dann meist auf Globuli, kleine Streukügelchen, aufgebracht und stehen Ihnen in dieser praktischen Form zur Linderung von Beschwerden zur Verfügung.

Wie funktioniert die Bestellung?

SO EINFACH GEHT’S

Nach Ihrer Bestellung bekommen Sie von uns ein Probenversandgefäß mit einer konservierenden Lösung. Das schicken Sie nach der Geburt mit Inhalt (z.B. einem erbsengroßen Stück Plazenta) auf eigene Rechnung an uns zurück oder bringen es direkt vorbei.
In unserem Labor werden aus dem Ausgangsmaterial dann nach den Vorschriften des Deutschen Homöopathischen Arzneibuchs die von Ihnen gewünschten Autonosoden hergestellt. In der Regel ist Ihre Bestellung nach einer Woche abholbereit bzw. versandfertig. Bitte beachten Sie: Die notwendige Plazenta- bzw. Nabelschnurprobe kann nur unmittelbar nach der Geburt gewonnen werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie das Probenversandgefäß bei der Entbindung dabei haben. Außerdem sollten Sie das Krankenhaus-Personal bzw. Ihre Hebamme rechtzeitig darüber informieren, dass Sie Nosoden herstellen lassen möchten.

NACHBESTELLUNG
Auch nach Monaten oder bis zu 5 Jahren ist eine Nachbestellung der Autonosoden möglich. Dazu benötigen wir allerdings die sogenannte Stamm-Dilution, die Sie bei Ihrer Erst-Bestellung deshalb nicht vergessen sollten. Auf Wunsch übernehmen wir für Sie die sachgerechte Aufbewahrung dieser wichtigen Lösung.

RÜCKNAHME
Autonosoden sind individuelle homöopathische Arzneimittel, die ganz speziell für Sie angefertigt werden. Eine Rücknahme oder Stornierung der Bestellung ist deshalb nach Auftragserteilung nicht mehr möglich.

SIE HABEN FRAGEN?
Wir nehmen uns Zeit für Sie und beraten Sie ausführlich. Rufen Sie uns an, mailen Sie oder kommen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

Bitte beachten Sie die Anleitungsvideos – hier werden verschiedene Bestellvorgänge genau erklärt und so vorab viele Fragen beantwortet!

VIDEO-ANLEITUNGEN zum Bestellvorgang

Erstbestellung im online-Shop

Folgebestellungen von Nosoden

Bestellung per PDF-Bestellformular

Wie wirken Nosoden?

Bei welchen Beschwerden können Nosoden zum Einsatz kommen?

Die Nosoden sollen die Selbstheilungskräfte anregen – bei körperlichen, aber auch bei seelischen Leiden. So ergibt es sich, dass das Einsatzgebiet für die Plazentanosoden sehr groß ist. Ihr Kind leidet unter Unruhezuständen? Es hat Fieber, Blähungen oder es kränkelt – all das sind mögliche Einsatzgebiete für Plazentanosoden.

Aber kann ein Mittel für alles wirklich funktionieren? Leider gibt es keine groß angelegten Studien, die uns genaue Erkenntnisse liefern, deshalb müssen wir uns auf die Beobachtungen von Patienten, Hebammen, Heilpraktikern, Ärzten und Kollegen berufen. Als seriöse Institution sind wir bedacht, auch im alternativmedizinischen Bereich immer auf dem aktuellen Stand zu sein, deshalb tauschen wir unseren Kenntnisstand aktiv mit anderen homöopathisch arbeitenden Apotheken aus. Wir hoffen, damit einen Beitrag über den möglichen, aber auch über den unmöglichen Einsatz von Nosoden leisten zu können.

Jedoch können wir zuversichtlich sagen, dass sich uns die Therapie mit Nosoden als Monotherapie (Einzeltherapie) oder in Kombination mit der klassischen Schulmedizin als erfolgreich und praxisbewährt offenbart. Und das ganz ohne Nebenwirkungen.

Nosoden-Arten

Plazenta-, Nabelschnur- oder Muttermilchnosoden?

Nicht nur die Plazenta eignet sich zur Herstellung von Autonosoden. Ist sie beispielsweise nicht mehr verfügbar, können alternativ auch die Nabelschnur oder Muttermilch als Ausgangsmaterial verwendet werden.

Während die Einsatzgebiete für Nabelschnurnosoden denen von Plazentanosoden weitgehend entsprechen, helfen Muttermilchnosoden speziell bei Beschwerden, die mit dem Stillen und generell dem „Muttersein“ zu tun haben.

Anwendungsgebiete und Dosierung

Nosoden – Ihre homöopathischen Mittel in der Anwendung

Hebammen und Therapeuten haben über Jahrhunderte zahlreiche Anwendungsgebiete für Auto-Nosoden zusammengetragen. Demnach können diese vor allem zur Stärkung des Immunsystems bei Kindern und Erwachsenen eingesetzt werden, z.B. bei Infektionskrankheiten. Weitere Anwendungsgebiete für Muttermilch-, Nabelschnur- und Plazenta-Nosoden sind Allergien, Neurodermitis und Erschöpfungszustände.

Das Heilmittelwerbegesetz untersagt grundsätzlich eine klare Zuordnung und Anwendung homöopathischer Medikamente zu einem bestimmten Beschwerdebild. Die folgende Übersicht bezüglich der Anwendung und Dosis von homöopathischen Mitteln sind deshalb reine Empfehlungen. Die Grundlage hierfür bilden Beobachtungen, Überlieferungen, Erfahrungen und Erfolge von Hebammen und Heilpraktikern.

Wir empfehlen Ihnen, die Anwendung und Dosierung von Muttermilch-, Nabelschnur- oder Plazenta-Globuli mit Ihrem Heilpraktiker, Ihrer Hebamme oder Ihrem Apotheker zu besprechen.

Wir beraten Sie ausführlich – persönlich oder telefonisch.

Anwendungs- und Dosierungstipps

Weiterführende Tipps zur Dosierung und Anwendung von Nosoden

Auf der Seite Nosoden – Ihre homöopathischen Mittel in der Anwendung haben wir für Sie Anwendungsempfehlungen für Auto-Nosoden aufgelistet, die sich besonders bewährt haben. Letztendlich kann man jedoch sagen, dass die Einsatzmöglichkeiten fast unbegrenzt sind. In der Literatur sind Erfolge bei Asthma bis hin zu Windpocken beschrieben.

Probieren Sie es doch einfach aus. Starten sie mit einer niederen Potenz, z.B.: D6. Bei nicht ausreichendem Erfolg gehen Sie einfach auf eine höhere Potenz über. Grundsätzlich können Sie die für homöopathische Zubereitungen übliche Dosierung anwenden. Dies bedeutet Erwachsene 3-mal täglich 5 Globuli, Kleinkinder 3-mal täglich 3 Globuli, Säuglinge 3-mal täglich 1 Globulus. In akuten Fällen kann die Häufigkeit (D6, D8, D12) von 3- auf maximal 12-mal täglich bei gleich bleibender Anzahl der Globuli gesteigert werden. Am Folgetag wird dann maximal 6-mal täglich eingenommen, vom dritten Tag an 3-mal täglich die jeweilige Globuli-Anzahl. Die Potenzen D20 und D30 werden einmalig gegeben, bei länger anhaltenden Beschwerden einmal täglich.

Für eine genaue Abklärung der Dosierung und Einnahme von Muttermilch-, Nabelschnur- und Plazenta-Globuli fragen Sie Ihre Hebamme, Ihren Hausarzt, Ihren Homöopath oder uns. Wir stehen Ihnen für weitere Informationen gerne zur Verfügung.

Nebenwirkungen?

Können bei der Einnahme von Nosoden Nebenwirkungen auftreten?

Generell sind Nebenwirkungen oder unerwünschte Wirkungen bei homöopathischen Zubereitungen in den Dezimalpotenzen (D6, D12, etc.) nicht zu erwarten, jedoch ist das Auftreten des Symptoms der Erstverschlimmerung in vielen Fällen nicht ungewöhnlich. Das bedeutet, dass sich die Krankheitssymptome zuerst verstärken können, bevor sich eine Besserung einstellt. Dies betrifft alle homöopathischen Zubereitungen, auch die Autonosoden.

Bitte beachten Sie aber auch immer die Grenzen der Selbstmedikation. Bei schwerwiegenden Erkrankungen kann die Anwendung der Nosoden zwar generell sinnvoll sein, es sollte jedoch von einem Arzt oder Heilpraktiker abgeklärt werden, ob nicht weitere Maßnahmen notwendig sind.

Grundsätzliches zur Homöopathie

Auf die Herkunft und die Entwicklungsgeschichte der Homöopathie können wir hier nicht eingehen. Die Materie ist einfach zu umfangreich und würde unseren Rahmen hier sprengen. Lediglich wollen wir hier kurz das Prinzip der Potenzierung kurz erläutern, da dies die Wahl der herzustellenden Produkte vereinfacht.

Die Potenzierung ist keine reine Verdünnung, sondern dient der Abschwächung von toxischen Substanzen und der Wirkverstärkung. Grundsätzlich gibt es zwei Arten der Potenzierung, die D- und die C-Potenzierung. Hierbei steht das D für 10 (Dezimal), das C für 100 (Centesimal).  Dies bedeutet, dass im Fall einer D-Potenzierung  1 Teil der Ausgangslösung mit 9 Teilen Lösungsmittel verdünnt wird, in dem der C-Potenz 1 Teil der Ausgangslösung mit 99 Teilen Lösungsmittel. Mit den gebräuchlichen Schüttelschlägen wird im Anschluss der Dynamisierungsprozess vollendet.

Die Wahl der richtigen Potenz

Über die Wirkunterschiede von D- und C-Potenzen sind sich die Homöopathen leider etwas uneinig. Während die Einen von unterschiedlichen Einsatzgebieten sprechen, wie D- Potenzen bei körperlichen Leiden, C- Potenzen bei seelischen, gehen die Anderen von einer unterschiedlichen Intensität aus, nämlich der, dass C-Potenzen stärker wirken als D-Potenzen. Im Falle der Autonosoden gilt es durchaus als gesichert, dass es keinen großen Unterschied in der Wirkstärke von D und C potenzierten Nosoden der gleichen Potenz gibt (z.B.: D6/C6). Für beide Potenzarten gilt jedoch der Grundsatz der Homöopathie- je höher die Potenz desto stärker ist die Wirksamkeit. Während im europäischen Umland vermehrt auf C-Potenzen gesetzt wird, ist in Deutschland die Verwendung von D-Potenzen gebräuchlich. Da der Ausgangsstoff der gleiche ist, und uns weitaus mehr Erfahrungswerte mit D-Potenzen vorliegen, empfehlen wir diese.

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